Loslassen – aber wie?

Loslassen – aber wie?

Loslassen bedeutet, aufhören zu kämpfen, uns nicht mehr krampfhaft an das zu klammern, was wir ohnhin nicht ändern können. Denn durch das ständige Grübeln und das immer wiederkehrende Gedankenkarussell schädigen wir unsere Mitte, was zu Blockaden und in weiterer Folge zu Krankheiten führen kann.

Damit wir in der Lage sind lozulassen, müssen wir aber vorher wissen, woran wir überhaupt festhalten. Das scheint zwar selbstverständlich zu sein, doch so leicht ist es gar nicht. Zudem kann man nicht auf Befehl loslassen.

Loslassen mit Meditation und QiGong

Ein gute Methode, das Loslassen zu üben, sind Meditation und QiGong. Durch die volle Konzentration auf sich und auf den gegenwärtigen Moment können wir das Gedankenkarussell stoppen, leer werden und dem Geist Raum für Neues geben.

Dazu eine kleine Übung:

Ballen Sie Ihre rechte Hand ganz fest zu einer Faust. Achten Sie bewusst darauf, in welchem Zustand Sie jetzt sind. Dann öffnen Sie Ihre Hand ganz langsam.

Spüren Sie, wie sich die Spannung der Faust auf den ganzen Körper ausdehnt und genauso das Loslassen?

Und noch eine Übung:

Nehmen Sie einen Pinsel zur Hand und tauchen Sie ihn in Tusche oder Tinte ein. Schließen Sie die Augen, atmen Sie. Setzen Sie den Pinsel in der Mitte des Papiers an, konzentrieren Sie sich auf Ihre Empfindungen und lassen Sie die Zeichnung „sich zeichnen“. Lassen Sie Ihren Gesit abschweifen und zurückkommen, im Rhythmus der Bewegungen des Pinsels auf dem Blatt.

 

Gelassenheitsgebet von Reinhold Niebuhr:

Gott gebe mir die Gelassenheit,
Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

 

Textauszug aus dem kleinen Übungsheft „Achtsamkeit“ von Erik Pigani, Trinity Verlag.