Die Philosophie von Yin & Yang

Ursprünglich bezeichnete Yang die der Sonne zugewandte und Yin die der Sonne abgewandte Seite eines Berges (aus dem Daoismus – Naturalismus). Letztendlich lassen sich aber so gut wie alle Phänomene auf dieser Welt zu Yin oder Yang zuordnen.

 

Die "Monade", Yin/Yang-Symbol (Taiji), versucht die Einheit gegensätzlicher Phänomene in der Welt, innen und außen, in ihrem natürlichen Wechsel zu beschreiben.

 

Grundlegende Prinzipien von Yin und Yang

Yin und Yang sind gegensätzlich, aber immer als Einheit zu verstehen. Sie sind nichts absolutes, also nicht entweder/oder, sondern sowohl-/als auch. Alles ist relativ. Ein Tag mit 10° Temperatur ist im Sommer kalt (also Yin) im Winter hingegen warm (also Yang).

Der Daoismus kennt eine „Stärke in der Schwäche“ und eine „Schwäche in der Stärke“, das zeigen auch die beiden Punkte in der Monade. Yin und Yang kann man also nicht als schlecht und gut bewerten.

Yin und Yang sind voneinander abhängig und schaffen einander, Yang kann nur durch Yin entstehen und umgekehrt, sie definieren sich gegenseitig. Man könnte z. B. nicht von Höhe sprechen, wenn es nicht die Tiefe gäbe.

Yin und Yang wandeln sich gegenseitig um, Yin wird zu Yang, Yang wird zu Yin. Auf dem Höchststand im Sommer z. B. geht das Yang langsam in das Yin des Winters über.  

Dieser wellenartige Übergang von Yin zu Yang und wieder zu Yin führt unmittelbar zum Modell der 5 Wandlungsphasen (5 Elemente).

 

Einige Hauptmerkmale und Beispiele von Yin (weiblich):

Einige Hauptmerkmale und Beispiele von Yang (männlich):

Mitternacht

Mittag

Nacht

Tag

Tal

Berg

Dunkelheit

Helligkeit

Kälte

Wärme

Wasser

Feuer

Erde

Himmel

Winter

Sommer

Mond

Sonne


Yin & Yang im Körper

Yin und Yang sind zwei Polaritäten im Körper, die immer im Ausgleich sein sollten. Sobald Yin sein Maximum erreicht hat, entsteht Yang. Sobald Yang sein Maximum erreicht hat, entsteht Yin.

Wie in der Natur dem Regen die Sonne folgt, sollte der Aktivität die Ruhe folgen (Anspannung – Entspannung).

Ausgleich und Ergänzung

Yin und Yang im Körper werden oft als „Lebenskerze“ dargestellt. Yin ist das Wachs, Yang ist die Flamme. Wenn man ein Leben auf Hochtouren führt, brennen wir auf hoher Flamme, das heißt, das Wachs schmilzt schneller. Wir sind ausgebrannt (Workaholocs!). Deshalb ist es sehr wichtig, gerade in Phasen vermehrter Aktivität, gezielt Ruhepausen einzulegen um unser Yin wieder zu stärken.